Montag, 17. Oktober 2011

Sie können das auch selbst!

Ein aufgeregter Anruf eines Kunden. „Herr Hagen, ich werde verrückt. Da streitet sich meine Bank seit Tagen mit zwei meiner Lieferanten. Die will nur an Herrn Müller auszahlen, aber ich will, dass nur Herr Meier das Geld bekommt. Ich verstehe diesen Quatsch nicht mehr und kann mich nicht auf meinen Job konzentrieren. Warum will die Bank nicht an Herrn Meier auszahlen? Rufen Sie bitte bei der Bank an und klären Sie das.“
Meine Antwort: „Sie können das auch selbst. Erklären Sie dem Bankmitarbeiter, dass Sie die Auszahlung an Herrn Meier wünschen. Und dann fragen Sie nicht, ob die Bank an Herrn Meier auszahlt, sondern nur, was Sie veranlassen müssen, damit der richtige Empfänger das Geld bekommt. Vielleicht hilft der Bank das Wort ‚Abtretungserklärung' weiter.“

Mein Kunde lachte und fragte, wofür er mich eigentlich bezahle. „Dafür, dass ich Ihnen helfe. Nicht dafür, dass ich Ihre Arbeit mache.“
So musste er eben selbst bei der Bank anrufen. Fünf Minuten später klingelte mein Kunde wieder bei mir durch. Es war alles ganz einfach. Die Reaktion des Bankmitarbeiters sei sehr freundlich gewesen: „Ok, wenn Sie das so wollen, dann werden wir das regeln. Wir kümmern uns darum.“ Komisch, zum ersten Mal habe die Bank nach seinem Wunsch gehandelt.

Na ja, sie wird auch schon vorher mal nach sein Wünschen gehandelt haben. Dennoch hat mein Kunde etwas dazugelernt.

1.      Die richtige Frage (hier nicht „ob?“ – sondern „was?“) kann Türen öffnen.
2.      Nicht abspeisen lassen und klar sagen, was ich will!
3.      Und ganz wichtig… ich kann das auch selbst!
Auch Sie können das selbst. Was steht diese Woche bei Ihnen an, worauf Sie eigentlich keine Lust haben? Was wollen Sie an Andere abgeben?

Meistens lautet die Antwort: Nicht delegieren, selber machen!

Freitag, 29. Juli 2011

Wie aus Mut Erfolge werden


Heute möchte ich von einer wirklichen Erfolgsgeschichte eines jungen Unternehmers erzählen. Und die begann so:
"Ich mache gute Werbung, das ist meine Stärke." Hagen sagte: "Nein, das tun Sie nicht, sonst wären Sie nicht hier. Machen Sie doch wieder Kunstbücher, das ist Ihre Leidenschaft, Ihre wirkliche Stärke." Ich lachte, versuchte, verlegte. Ich sage heute: "Danke!"

Christopher Schroer, Editor-in-Chief, DIE NEUE SACHLICHKEIT, Lindlar

Christopher Schroer hatte den Mut, sich auf seine Stärke zu konzentrieren und wurde dafür mit dem internationalen Designpreis „red dot“ ausgezeichnet. Unbedingt lesen!

http://bit.ly/o3rg2J

Ich lese, lache und sage heute: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
Haben auch Sie den Mut, sich auf Ihre Stärken zu konzentrieren und Sie werden dafür ausgezeichnet.

Weitere Informationen über Christopher Schroer und seinen Verlag finden Sie unter


Montag, 11. Juli 2011

Handfeste Ergebnisse

Gerade bekam ich einen Anruf eines Kunden, mit dem ich vor kurzem ein sehr intensives Gespräch über die Probleme und Veränderungsmöglichkeiten in seinem Unternehmen führte. Er wünschte sich ein weiteres Gespräch, aber nur, wenn dieses handfeste Ergebnisse brächte. Ich gebe zu, ich war etwas erschrocken. Denn auch ich wünsche mir Gespräche mit Ergebnissen. Daher fragte ich sofort nach, was sich denn nach dem letzten Gespräch bei ihm getan habe.

Na ja, er habe halt sein Lager aufgeräumt und nicht benötigte Bestände entdeckt, die nun seine Lieferanten gegen Gutschriften zurücknehmen werden. Dann habe er von der Bank einen höheren Kontokorrentrahmen bekommen, da die neue Liquiditätsplanung gezeigt habe, dass er diesen innerhalb dieses Jahres zurückführen kann. Er führe jetzt eine Nachkalkulation durch und konnte mit seinen Gläubigern Zahlungsvereinbarungen treffen. Außerdem habe er bei seinem Personal längst notwendige Veränderungen veranlasst.
In dem Moment musste er lachen, denn ihm wurde bewusst, was er schon alle erreicht hatte, auch wenn er die Ergebnisse „noch“ nicht spürte.

Dennoch wurde mir wieder bewusst. Die Erwartungen, Wünsche und Ziele an ein Gespräch oder an eine Zusammenarbeit sollten nicht nur ausgesprochen, sondern auch schriftlich festgehalten werden.
Nehmen Sie sich vorher die Zeit und schreiben Sie Ihre Wünsche und Ziele für eine geplante Zusammenarbeit (möglichst mit der Hand) auf. Und ganz wichtig, lassen Sie dies auch Ihrem Geschäftspartner zukommen. Nur so kann eine Zusammenarbeit zu einem handfesten Ergebnis für Sie führen.

Donnerstag, 7. April 2011

Mutig sind die, die einen Neuanfang wagen.

Vor kurzem saß ich mit einem Kunden in einem Kaffee und sprach mit ihm über die Fortführung seines Unternehmens. Die Situation war sehr ernst. Die Zahlen und die Rahmenbedingungen zeigten mir, dass die Beendigung seines Unternehmens der beste Weg sei.
Eigentlich sollte ich ihn aber ermutigen, weiter zu machen, Dinge zu verändern und damit wieder erfolgreich zu werden. Das war seine Bitte an mich. Ist es mutig, dass Geschäft fortzuführen, obwohl man ahnt, dass es besser wäre einen Schlussstrich zu ziehen? Das vermag ich nicht zu beurteilen.
Ich erinnerte mich jedoch an die Worte des französischen Philosophen Vladimir Jankélévitch. Mutig sind die, die einen Neuanfang wagen.
Aber zu einem Neuanfang gehört auch die Beendigung des Vorherigen.
Ich empfahl ihm die Beendigung des bisherigen Unternehmens. Ein schwerer Schritt mit vielen Konsequenzen. Nach dem sehr intensiven Gespräch, in dem es u.a. um neue Perspektiven ging, sagte mein Kunde: Ich höre auf und fange etwas Neues an. Ich weiß, dass ich das will und kann.
Er bedankte sich bei mir. Ich hätte ihm geholfen, die Entscheidung zu treffen und diese auch auszusprechen. Er habe seit längerem gewusst, dass dies richtig sei. Nur der Mut für diese Entscheidung, der habe ihm gefehlt.
Zum Abschluss des Gespräches bestellten wir uns noch einen Kaffee und auf seinem Teller lag das:

Donnerstag, 31. März 2011

Ein schöner verregneter Tag

Manchmal brauche auch ich etwas M.U.M.M., so wie jeder. Vor allem an so trostlosen verregneten Tagen wie heute. Tage, an denen man scheinbar keine Motivation besitzt und nichts richtig gelingen will.
Und dann kommt das:

 
Hallo Herr Hagen,

heute genau vor 2 Jahren war Ihr letzter Drehtag hier in Bad Schwalbach... und das mein Traum wirklich war werden würde habe ich damals noch nicht geglaubt. Sie haben mir dabei sehr geholfen. Und tun es immer noch.

Dafür möchte ich gerne danke sagen.
Gruß Andrea Deschamps, Das Lädchen, Bad Schwalbach

Was kann mehr motivieren? Einfach genießen und sich darüber freuen.
Schön zu wissen, dass trostlose Tage gar nicht so trist sind, wenn man noch wach genug ist, um die schönen Dinge wahrzunehmen und sich darüber zu freuen?
Was war heute für Sie ein schöner Moment? Wer hat sich bei Ihnen bedankt? Was haben Sie heute getan, damit sich jemand bei Ihnen bedankt?
Genießen Sie diesen schönen verregneten Tag.

Mittwoch, 16. März 2011

Das Boot zu Wasser lassen… mit kleinen Schritten aus der Tagesfalle.

Langfristige Visionen, Wünsche und Träume sind wichtig, denn Sie machen Mut. Nur manchmal sidn sie aufgrund einer aktuellen Situation scheinbar unerreichbar. Wenn z.B. die Tagesfalle zuschnappt. Und dann? …hilft die Methode der kleinen Schritte.
In einem Gespräch mit einem Unternehmer bemerkte ich, dass dieser regelrecht in seinem Tagesgeschäft gefangen war. Egal worüber wir sprachen, jedes Mal beendete er die Gesprächssequenz mit seinem Hinweis auf die unbedingt morgen zu erledigenden Aufgaben. Schließlich müsse eine drohende Kontopfändung abgewendet werden.
Selbst die Erinnerung an den von ihm vor wenigen Wochen aufgezeigten „idealen Arbeitstag“, den er in zehn Jahren realisieren wollte, konnte ihn nicht aus dieser Tagesfalle locken. Dieser ideale Tag war einfach zu weit weg, zu unrealistisch. Der tägliche Druck war zu hoch. Es droht der physische und psychische Zusammenbruch. 
Zwei kleine Schritte führten aus dieser Tagesfalle hinaus.
Erstens, das Bewusstmachen von kurzfristigen Erfolgen, da für langfristige Erfolge sein Gehirn momentan sowieso nicht aufnahmefähig war. Dieser kurzfristige Erfolg bestand darin, dass er im nächsten Monat eine hohe Verbindlichkeit endgültig getilgt hat. „Dann kann ich wieder etwas Luft holen“. Seine Worte
Richtig! Und auf meine Frage, wo er den ganz persönlich „Luft holen“ kann, lachte er. „Das kann ich nur auf meinem Boot. Aber dazu muss ich es im nächsten Monat noch zu Wasser lassen“. Und das war der zweite kleine Schritt. Er fand einen kurzfristigen Wunsch. Zeitlich nah genug um von seinem Gehirn wahrgenommen zu werden. Zeitlich weit genug entfernt, um nicht mit der Tagesfalle wegargumentiert werden zu können.
Er lachte und machte sofort mit seiner Frau einen Termin, um im nächsten Monat das Boot zu Wasser zu lassen. „Und bis dahin werde ich die Dinge schon hinbiegen, so wie immer“.
In extremen Situationen, wenn wir nicht mehr aus der Tagesfalle herauskommen, hilft ein kleiner kurzfristiger Schritt. Überfordern Sie Ihr Gehirn dann nicht mit langfristen Wünschen. Setzen Sie sich zunächst kurzfristige Ziele. Gewöhnen Sie Ihr Unterbewußtsein erst wieder daran, nicht nur an den nächsten Tag, sondern auch an einen weiteren Zeitraum zu denken.
Wann lassen Sie Ihr persönliches Boot zu Wasser?

Freitag, 4. März 2011

In Köln liegt Schnee...

Der Rheinländer ist anders und das konnte ich vor kurzem bei einem Gespräch zwischen einem rheinischen und einem schwäbischen Ehepaar wunderbar erleben. Kurz vor dem Rückflug aus dem Urlaub mit warmer und strahlender Sonne, hörte ich folgende Unterhaltung:
Der Schwabe:“In Köln liegt Schnee“.
Der Kölner:“Dat wüßt ich aber“.
Der Schwabe:“Doch, in Düsseldorf lag gestern Schnee und es war die ganze Woche sehr kalt.“
Der Kölner:“In Düsseldorf.“
Der Schwabe.“Na, dann wird es in Köln wohl auch sehr kalt sein, wenn Ihr landet“.
Die Ehefrau des Kölners:“Na und, ich habe im Auto eine Banane liegen lassen, die ist dann halt noch frisch.“

So ist der Rheinländer. Er genießt den Moment und lässt sich ein schönes Ereignis nicht durch etwas vermiesen, was evtl. eintreten "könnte".

Wann haben Sie sich das letztemal über einen schönen Moment, z.B. einen unternehmerischen Erfolg, gefreut? Machen Sie sich diese Momente bewusst, genießen Sie sie und lassen Sie sich diese nicht schlecht reden.

Übrigens, in Köln lag kein Schnee!